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Arthrose

Eine Physiotherapie unterstützt den Heilungsprozess und die Gesunderhaltung auch bei Tieren in zahlreichen Bereichen. Hier stellen wir Ihnen einige Indikationen vor:

Arthrose

Die Arthrose ist ein chronisches Krankheitsgeschehen von Knochen und Gelenken. Bei Arthrose (Gelenkverschleiß) nutzt sich die Knorpelschicht des Gelenks nach und nach ab. Der Gelenkverschleiß zieht mit der Zeit auch Knochen, Muskeln, Gelenkkapsel und Bänder in Mittleidenschaft. Die Abnutzungserscheinungen bei Arthrose sind schmerzhaft und gehen weit über das altersbedingte Maß hinaus. Zubildungen im Bereich der Gelenkskapsel und am Gelenksrand sind die Folge und führen in Verbindung mit der Fibrosierung des Bindegewebes zu mehr oder weniger stark ausgeprägten Bewegungseinschränkungen.

Der Verschleiß kann an allen Gelenken auftreten. Am häufigsten von Arthrose betroffen sind jedoch:

  • Wirbelsäule
  • Hüftgelenke
  • Kniegelenke
  • Karpal/ und Tarsalgelenke
  • Schultergelenke

Arthrose ist nicht heilbar. Wir können lediglich die Beschwerden lindern und das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen. In schweren Fällen müssen die Gelenke operiert werden (z.B. Resektion des Oberschenkelkopfes, Versteifung von Gelenken, Totalendoptrothesen).
Die Arthrosepatienten werden in der Regel in Zyklen behandelt, d.h. bei akuten Arthroseschüben erfolgt eine physiotherapeutische Behandlung mittels Kryotherapie, TENS, Unterwasserlaufband, aktive- und passive Bewegungstherapie. Begleitend können die Tierhalter Massagen, PROM, aktive Bewegungstherapie etc. als Hausaufgaben durchführen.

Rheuma

Zur Linderung der Beschwerden bei Rheuma lassen sich verschiedene physiotherapeutische Maßnahmen durchführen:

  • Kryotherapie (bei akuten Schüben)
  • Thermotherapie (im chronsichen Zustand)
  • aktive Bewegungstherapie

Diese Behandlungen können nach Schulung in unserem Physiotherapiezentrum auch vom Patientenbesitzer zuhause durchgeführt werden.   Wir können zusätzlich weitreichendere Behandlungen anbieten:

  • Mikrowelle
  • Magnetfeldtherapie
  • Elektrotherapie

Adipositas

Durch gezielte Bewegungsübungen und das Unterwasserlaufbandtraining werden die Adipositas-patienten bei uns behandelt. Gerade bei diesen Patienten, ist es besonders wichtig, dass die Tierbesitzer diszipliniert mitarbeiten, die Hausaufgaben sorgfältig erledigen und den Futterplan einhalten. Bevor es mit dem eingentlichen Training losgeht, bekommen die Tierbesitzer eine ausführliche Futtermittelberatung durch unsere Gesundheitsberaterinnen.

Kreislauf

Viele Hunde und Katze leiden an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ihr Tierarzt kann Ihren Hausfreund kardiologisch untersuchen und durch klinische Untersuchung, Röntgen, Ultraschall mit Farb- und Schalldoppler, Blutdruckmessung und EKG eine entsprechende Diagnose stellen. Mangelnde Bewegung, ein hohes Ungleichgewicht der Körperzusammensetzung und Übergewicht erhöht das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen, Durchblutungs-störungen im Zantral-Nervensystem, Diabetes und andere individuelle Krankheiten. Eine rechtzeitige, individuell angepasste Physiotherapie kann einer Dekompensation des Herzens vorbeugen, durch Gewichtsreduktion die Herzbelastung senken und durch gezieltes Training eine Stabilisierung des Herz-Kreislauf-Systems erreichen.

Muskelaufbau

Die Muskulatur wird durch ständige Belastung aufgebaut, sie passt sich der Belastung an. Sobald eine Schonhaltung durch einen schmerzhaften Prozess auftritt, wird die betroffene Muskulatur nicht mehr ausreichend angesprochen und beginnt umgehend, sich abzubauen, zu atrophieren. Dies ist der Grund, dass Operationen am Bewegungsapparat nicht zu lange aufgeschoben werden, denn der postoperative Muskelaufbau ist ein hartes Stück Arbeit.

Die erfolgreichste Methode, Muskulatur nach einer Operation wieder aufzubauen, ist die Unterwasserlaufbandtherapie. Mit Hilfe der aktiven Bewegungstherapie, die Ihnen von unseren Therapeut/innen gezeigt wird und die Sie als Tierbesitzer sehr gut auch zuhause durchführen können, unterstützen Sie ebenfalls den Muskelaufbau und eine schnelle Rekonvaleszenz. Kontrolliertes Treppenlaufen, Laufen auf Böschungen, Sitz-Stehübungen, „Dancing“, Schubkarre fahren, Übungen mit dem Theraband, viele ganz unterschiedliche Möglichkeiten bestehen, um einzelne Muskeln oder Muskelgruppen zu stabilisieren.

Postoperative

Ein großer Teil unserer Patienten wird nach erfolgreicher Operationen in unser Reha-Zentrum geschickt. Mit Hilfe von Kryotherapie und TENS wird eine Schmerzreduktion erreicht, die PROM (passive range of motion) erhält die Gelenksbeweglichkeit, verhindert zu starke postoperative Verklebungen, Muskelaufbau s.o. wird durchgeführt, im Vordergrund steht aber das Erreichen einer schmerzfreien Situation für unsere Patienten. Wundheilungsstörungen können mit der Matrix-Rhythmus-Therapie und mit dem therapeutischen Ultraschall aufgefangen werden und die Belastbarkeit mit Muskelaufbau wird im Unterwasserlaufband wieder-hergestellt.

Entwicklungsstörungen

Leider leiden viele unserer vierbeinigen Hausfreunde unter mehr oder weniger vererbbaren Entwicklungsstörungen des Bewegungsapparates und deren Folgen:

  • HD, Hüftgelenksdysplasie
  • OCD, Osteochondrosis Dissecans der Schulter, Kniegelenke, Sprunggelenke
  • ED, Ellbogendysplasie, FCP, isol. Proc. Anconaeus
  • Leg pertes´sche Erkrankung
  • Spondylarthrosen

All diese Erkrankungen müssen therapiert warden, um die Folgen möglichst gering zu halten und dem Hund ein weitgehend schmerzfreies Leben zu ermöglichen. Neben der medikamentösen Therapie und Operationen ist die Physiotherapie mit all ihren Möglichkeiten (Siehe Therapie) das Mittel der Wahl, um Ihrem Hausfreund zu helfen. Bei manchen Erkrankungen ist eine lebenslange physiotherapeutische Begleitung notwendig, die Sie nach entsprechender Schulung in unserem Zentrum zum großen Teil selbst durchführen können. So ermöglichen Sie Ihrem Liebling
„Ein Leben in Bewegung“.

Erkrankungen der Wirbelsäule

Spondylosen, Spondylarthrosen, Cauda-Equina-Syndrom, Discopathie, Bandscheibenvorfall, Bandscheiben-operastionen, alles Schlagworte, die die Erkrankungen der Wirbelsäule charakterisieren. Die Schmerzbekämpfung und die Wiederherstellung, bzw. der Erhalt der Gelenkbeweglichkeit, die Erhaltung bzw. der Wiederaufbau der Motorik der Gliedmaßen, der Muskelaufbau der die Wirbelsäule stützenden Muskelstränge stehen hier im Vordergrund.

Wir passen unseren Therapieplan sehr genau an die klinischen Veränderungen und die vorher abgelaufene Behandlung an, um hier möglichst schonend ein gutes Ergebnis für unseren Patienten zu erreichen. Häufig verlangen Bandscheibenerkrankungen viel Geduld von Frauchen, Herrchen und Hund. Die Geduld ist aber oft vom Erfolg gekrönt und so ist es  ein tolles Erlebnis, den Patienten nach eine vollständigen Lähmung in der Hinterhand wieder laufen zu sehen.

Kontraindikationen

Auch in der Physiotherapie gibt es Kontraindikationen für verschiedene Heilverfahren, die von Fall zu Fall unterschiedlich sind und die von unseren Therapeut/innen genau abgeklärt werden. So gibt es Einschränkungen bei Operationen, bei denen Metallimplantate eingesetzt wurden, Einschränkungen bei Tumorerkrankungen, akuten Entzündungen, Durchblutungsstörungen, Herzschrittmachern, schlecht heilenden Wunden, trächtigen Tieren, Herz-Kreislauferkrankungen, bestimmten Kniegelenks-operationen, akuten Arthroseschüben etc.